Alleine spielen

14/01/2022

Alleine spielen


Es gibt nur wenige Dinge, die für die persönliche Entwicklung des
Kindes wichtiger sind als das Spiel. Auf unserer Seite der Spielgruppen erfahrt ihr schon einiges über die allgemeine Bedeutung des Spiels für die kindlicheEntwicklung, warum aber das Alleinespielen ebenso wichtig ist und wie ihr es unterstützen könnt, erfahrt ihr in diesem Blogeintrag

Wie wir bereits in unserem vorherigen Blogeintrag erwähnt haben, ergibt sich nicht immer die Möglichkeit in Begleitung einer Bezugsperson oder anderer Kinder zu spielen. Aber auch das Alleinespielen unterstützt die kindliche Entwicklung, wie zum Beispiel in der Konzentrationsfähigkeit, der Stärkung des Selbstbewusstseins,sowie der Kreativät und dem Logischen Denken. Während das Kind lernt sich mit sich selbst zu beschäftigen, baut es die Fähigkeit aus, sich auf sich und seine Tätigkeit zu konzentrieren. Es
lernt, Probleme zu löse und in seine Fähigkeiten zu vertrauen. Es merkt unbewusst, dasss es sich auch ohne seine Bezugspersonen beschäftigen kann.Erfolgserlebnisse durch selbständiges Ausprobieren führen zu einem gestärkten Selbstbewusstsein und motivieren neue Herausforderungen
anzugehen.

 

Wie lange können sich Kinder selbst beschäftigen?

Im Durchschnitt (!) können sich Kinder unter einem Jahr fünf bis zehn Minuten selbst beschäftigen. Kinder zwischen einem und drei Jahren 15 bis 30 Minuten

Und wenn mal Langeweile aufkommt?

Langweile ist ein wichtiger Bestandteil des (Allein)Spielens, bei dem die Fantasie und Kreativität der Kinder angeregt wird.

 

Wie können wir unsere Kinder dabei unterstützen alleine zu spielen?


1. Machen lassen.

Ein Kind sollte nicht bei seinem Spiel unterbrochen werden und die Möglichkeit bekommen kleinere „Probleme“ selbständig zu lösen, ohne das voreilige Eingreifen eines Erwachsenen.

2. Alleine spielen bedeutet nicht alleine sein.

Kinder brauchen die Nähe ihrer Bezugspersonen, auch während des Spielens. Das Aufhalten im gleichen Raum, während unterschiedliche Tätigkeiten ausgeführt werden, reicht hierbei
häufig schon vollkommen aus. Mit fortschreitendem Alter kann man das Verlassen des Raumes „üben“. Die Bezugsperson sollte aber weiterhin immer für das Kind verfügbar sein.

3. Auf die Umgebung und das Material kommt es an

Eine interessante und vor allem gesicherte Umgebung erleichtert den Kinder ebenfalls ins Spiel zu finden. Besonders wichtig sind diesbezüglich die Spielmaterialen, die dem
Kind zur Verfügung stehen. Sind sie an seine Bedürfnisse und Interessen angepasst? Sind sie der Entwicklung des Kindes gerecht und unterstüzen diese? Ist die Menge angemessen oder wird das Kind eventuell überfordert?

4. Zeit geben zum Spielen

Kindern muss nicht durchgehend Beschäftigung angeboten werden. Ruhige, geplante Spielzeiten zuhause ermöglichen ihnen sich ohne zu viele Impulse von Aussen Beschäftigungen zu suchen.


5. Impulse geben

Beschäftigt sich das Kind mit einem Gegenstand und legt diesen schon nach kurzer Zeit wieder weg, können kleine Impulse (durch Fragen) oder die Gabe von zusätzlichem Material zu neuen Spielideen führen, ohne das der Erwachsene gleich ins Spiel mit einsteigt.


6. Kommunikation ist das A und O

Besprecht mit euren Kindern die Situation und erklärt ihnen, wann und warum ihr in dem Moment nicht spielen könnt/möchtet.

7. Spielen soll Spass machen und nicht erzwungen sein!